1985 kauften sich Ulli, Fiete, Joe, Gerald, Paul und Ingo Fahrkarten ( 2. Klasse Liegewagen) und fuhren vom 8. -15.März in die “Sozialistische Republik Rumänien” um das Fagaras- Gebirge (sprich Fogarasch) auf dem Hauptkamm zu überqueren.

Die Gipfel gehen bis auf 2500 m und das kann im Winter ziemlich kalt werden. Wie wurde dem begegnet? Auf dem Kopf eine Strickmütze aus dem Sporthaus Frankfurter Allee. Für kalte Zeiten steckte bei jedem im Rucksack eine “Oma”, die Fiete als Arbeitsschutzobjekt dem Mann im Betonwerk abgenommen hatte. Dann der blaue Nylon -Anorak aus der Tschechei. Weil der Kragen nicht bis oben schloß, hat der Schuster einen Drucknopf einbauen müssen. Darunter bei Kälte und vor allem Nachts noch ein Anorak aus der DDR. Um die Beine von innen begonnen Gymnastikhosen (Leggins sagte man damals noch nicht), dann die gefärbte Maurerhose und als Krönung eine alte Skihose mit seitlichen Reißverschlüssen, die ich mal im Sport-An-undVerkauf im Friedrichshain ergattert hatte. An den Füßen Selbstgestrickte von Mutti und die einzigen Hochgebirgsschuhe des ganzen Ostens: in vielen Trabi- Touren in der Tschechei aufgetrieben. Ach ja, Sonnenbrillen reichten von Erbstücken aus dem Westen bis zu Schweißerbrillen aus dem Osten.

waechte-gerald

Und denkt dran: taut niemals gelben Schnee!

Aber wahrscheinlich weiß kaum jemand wo Rumänien , geschweige denn der Fagaras überhaupt liegen….karte