Weil unsere Kurzreise nach Neapel vor 3 Jahren so gut in Erinnerung geblieben war, wurde es höchste Zeit für eine Neuauflage. Es sollte ein Ziel sein, wo „nicht alle“ hinfahren und so fiel die Wahl auf Tbilissi in Georgien. Daraus wurde die Erweiterung auf Armenien und zuletzt kam noch ein Zwischenaufenthalt in Kiew hinzu.

Die Anreise erfolgte reibungslos mit UIA, der Ukrainian International Airline.

TBILISSI

Die gebuchte Ferienwohnung erwies sich als Volltreffer. Nanas Appartment liegt mitten in der noch ziemlich maroden Altstadt und dennoch fußläufig von den Touristengebieten entfernt. +995599160013

Frühstück gab es um die Ecke im „Entree“
Blick von der oberen Seilbahnstation auf die Stadt.
Die mutigen 4
Auch hier wurde eine Runde gedreht
Am Abend gerieten wir in eine pro EU- Demo

Auslöser für die Protestwelle war die Rede eines russischen Abgeordneten im Georgischen Parlament. Er hatte während einer internationalen Tagung vom Sitz des Parlamentspräsidenten aus gesprochen. Bei der Veranstaltung zu religiösen und politischen Fragen hatte der Duma-Abgeordnete den Vorsitz übernommen. Dies werteten viele Georgier als Affront. 

Das Verhältnis zwischen Georgien und dem großen Nachbarn Russland ist zerrüttet. In einem kurzen Krieg verlor die Südkaukasusrepublik 2008 ihre abtrünnigen Gebiete Abchasien und Südossetien. Russland erkennt – trotz internationaler Kritik – beide Regionen als unabhängige Staaten an.

Kremlchef Putin hatte als Reaktion auf die Proteste in Georgien den Flugverkehr zum Nachbarland massiv eingeschränkt. Die Demonstrationen kritisierte er als „russlandfeindliche Provokation“.

Genug davon, wir gingen an’s touristische Programm. Ein MUSS ist ein Besuch der Bäder mit den heißen Quellen mit Schwefelgeruch. Voranmeldung ist dringend empfohlen.

Gergeti Trinity Church (Gergeti Sameba)

Das Bild schmückt jeden Reiseführer und fast jeden Blog über Georgien. Natürlich wollten wir dort auch hin. Während eines Stadtrundgangs wurde ein kleines Reiseunternehmen ausfindig gemacht, dass uns zuverlässig bei Nana abholte und auch wieder zufrieden ablieferte (Kontakt: Sulchan +995.591118863)

Malerisch über dem Schinwali Stausee an der Heerstraße liegt das Ensemble der Wehrkirche Ananuri aus dem 16./17. Jh., ehemalige Residenz der Fürsten von Aragwi. Die Kirche von Ananuri ist ein letztes Zeugnis der einstigen Steinmetzkunst Georgiens. Über dem Eingang und an den Fassaden ist sie großzügig mit Engeln, Drachen und Lebensbaummotiven verziert.

Dann noch ein kurzer Halt am Denkmal der Freundschaft zwuíschen Russland und Georgien. Ein Relikt aus alten Zeiten, wie sich jeder denken kann und dennoch viel besucht. Sogar ein seltener Virtual- Cache befindet sich hier. Logbedingung ist ein Foto mit Umarmung

In Stepanzminda auf 1700 m Höhe im Kaukasus angekommen, machte sich doch echt ein Hunger bemerkbar 😉 Bei freundlichen Wirtsleuten gab es eine georgische Mischung Essen, also Chatschapuri, Khinkali, Lobiani usw. und Milchkaffee.

So gestärkt, ging es so gegen 13 Uhr an den Aufstieg. Man hätte auch unseren Fahrer bemühen können, aber wir wollten uns ja bewegen.

Hier also unser ganz persönliches Foto:

Der Rückweg war dann etwas sportlicher immer an der Kante den Wanderweg entlang. Wieder unten in Stepanzminda angekommen, konnte den Versuchungen eines Wein- und Biergartens nicht widerstanden werden. Lorenzo hatte den besten Rotwein und ein Lecker-Schaschlik