Sardinien im März 2016

Samstag 19.März 2016  Es stand ein Urlaub an und wieder flog uns Air Berlin und wollte rund 320.- pro Nase von uns haben. Dafür ging es dieses Mal bis nach Olbia/ Sardinien und zurück. Der Wecker klingelte kurz nach 3 Uhr nachts. Lennart hatte das Glück, uns zum Flughafen Tegel bringen zu dürfen. Wie zu sehen ist, waren wir wohl noch etwas müde:10-TegelPünktlich um 8 Uhr landete der um 6 Uhr gestartete Flieger und wenig später  hatten wir schon die Schlüssel für unser bestelltes Auto in der Hand und wollten los. Nur konnte die verlegene Dame uns nicht erklären, wie das Reserverad, das sich unter dem Heck des Citroen C4 Picasso befindet, zugänglich gemacht wird. Während sie sich erkundigen ging, hatten wir schon des Rätsels Lösung in der bebilderten Gebrauchsanweisung entdeckt und konnten es nun wiederum IHR erklären.  Gut gelaunt ging es los. Einen Kilometer  weiter wurden dann die ersten Einkäufe im Eurospin erledigt (gutes Angebot, Preise wie zu Hause). 15-Eurospin-olbia

Unser erstes Ziel war das Capo d’Orso. Ein MUSS für jeden Sardinienbesucher. Auf dem Weg dahin lockte ein  Geocache namens „View of Capo d’Orso“ . Beate fand auf einer Wiese unter einem Steinhaufen abseits  der Koordinaten ein altes Schraubglas mit ’nem Zettel als Logbuch. Na ja, kann nur besser werden.

20-cache-orsoDann aber endlich zum Bärchen. Damals 2001 beim Sardinientrip waren wir auch hier. Die Erinnerung beschränkte sich jedoch auf den Felsen an sich. Der Zahlparkplatz und das Eintrittsgeldhäuschen waren auf jeden Fall damals noch nicht da. Nun, wir sind in der Vorvorsaison und alles war geschlossen.  Wie die wenigen anderen Besucher wanden wir uns durch eine Ritze an der Bretterbarriere. Wie es eben so ist, hier gab es einen Earthcache: gefragt war u.a. der Umfang des Vorderbeines des Bären, vor dem wir uns hier befinden. Eine nette italienische Familie half beim Fotografieren:30-geocache-orsoAls wir dann alleine waren, folgte die übliche Pflichtübung:

40-orsoUnd weiter gehts, der Tag ist noch jung. Ein weiteres MUSS ist das Capo Testa im äußersten Norden der Insel. Auf der anderen Seite des Wassers in 12 km Entfernung grüßt Korsika. Hier gibt es dort viele beeindruckende Granitfelsen, die vom Wind und der in mediterranen Breiten typischen Tafoniverwitterung zum Teil bizarr geformt wurden. Viele dieser Felsformationen haben wegen erkennbarer Ähnlichkeit Tiernamen bekommen. Wie zum Beispiel dieser hier, die Fellziege:43-Tafoni-Zder Nasenflügler:

48-SchwertfischIn diesem schönen Panorama lässt sich der Reiz der Gegend erahnen.

45-testa-bonifacioDieses Fabelwesen ließ sich nicht bezwingen. Ist auch besser so.47-SchlangeNach einem Abstecher auf den Moontower und ins Valle de la Luna (Earthcache) ging die Wanderung an den Leuchttürmen vorbei zu Ende.49-testa-LeuchtturmWie immer war die erste Übernachtung vorreserviert: über booking.de ein Zimmer im Agriturismo Sardo. Wie zu erwarten war, war das Restaurant geschlossen und wir die einzigen (aber erwarteten) Gäste.

60-agri-3Wir sehen uns das Zimmerchen an und weil die Sonne scheint, schieben wir 2 Stühle auf die Terrasse, spielen mit den Hunden und lesen ein wenig. Und schon hat die nette Wirtin Tiziana ein Schälchen Gebäck und einen Krug Rotwein für uns abgestellt. Das fängt ja gut an. Sie spricht zwar ausschließlich italienisch, aber wir verstehen die Frage, ob wir hier zu Abend essen wollen und antworten freudig mit JA bzw. SI. Dann kam die erste Erkenntnis: Sonne weg = kalt. Richtig kalt! Auf dem Weg zum Abendessen zeigt man uns auch den Keller mit den Weinvorräten und frisch gemachter Wurst.

62-agriDann werden wir, quasi als Privatgäste, über eine Stunde mit den einfachen, aber leckeren Köstlichkeiten der sardischen Küche verwöhnt. Samt Rotwein. So wurde die Sprachbarriere immer unbedeutender und wir hatten viel Spaß, sahen uns gemeinsam die Familienbilder an und lernten auch die Patronin Paola kennen.60-agri-2Sonntag 20.März 2016 Wir haben die kalte Nacht doch gut überstanden und genießen unser erstes sardisches Frühstück. Sehr guter Kaffee und ansonsten Kuchen, Weißbrot und hausgemachte Konfitüre.

80-agri-4Dann wird es Zeit zum Abschied. Ob wir die Hündchen noch mal wieder sehen werden?

90-agri-hundeWir wenden uns gen Westen und würden gern in Castelsardo übernachten. Auf dem Weg an der Küste entlang lockt uns ein Cache namens   „Der Ziegenpfad“  an mehreren Wegpunkten entlang, wie hier einer kleinen Bucht, in der eine Familie mit jugendlichem Nachwuchs sichtbar begeistert Seeigel knackt und zum Teil schon roh vor dem grillen wegschlürft. Zum Glück wurden wir nicht zur Teilnahme eingeladen.

110-SeeigelleckerAls wir die Box gefunden hatten, wurde der mitgeführte Travelbug freigelassen. Beatchen könnte sich kaum trennen und wir wünschen ihm alles Gute. Hier ist seine Reise zu verfolgen.

112-MarienkaeferchenEtwas weiter noch ein Stop und eine kleine Wanderung den Berg hinauf zu einer weiteren Box. Hier musste ein Bach durchquert werden und es reicht ja, wenn Einer die Schuhe auszieht, oder? Huckepack kam Beatchen trockenen Fußes hin und zurück.

115-montu-gcKurz vor Castelsardo steht eine weitere geologische Attraktion: der rund 10 Meter hohe  „Roccia dell  Elefante“. Kaum ein Auto oder Motorrad, das hier nicht zum fotografieren anhält. Nebenher kann man den Felsen als Earthcache loggen.

120-roccia-del-ElefanteIn unmittelbarer Nachbarschaft steht dieses steinerne Gebilde. Im Vorbeifahren hielten wir es für die Reste eines Wachturmes. Zu unserer Überraschung stellten wir beim Blick auf unsere GeoCache- Unterlagen fest, dass es sich um den Nuraghe Leni  handelt. Was ein Nuraghe ist, kann hier bei Wikipedia nachgelesen werden. Vom Straßenverkehr abgesehen, ein magischer Ort. Der Cache war leider nicht im oder am Bauwerk versteckt, sondern in den kniehohen Diesteln. Not found.

130-nuragheDann gegen Abend erreichten wir  Castelsardo. Eine empfohlene Unterkunft aus dem Reiseführer war trotz Navi nicht auffindbar, ein Hotel machte keinen guten Eindruck und  sonst war fast alles zu. Wir landen in einem B&B und haben ein ganzes (etwas liederliches) Haus für uns. Immerhin funktionierte die Heizung per Klimaanlage und bei geöffnetem Fenster konnte man das Meer rauschen hören. Der Tag fand seinen Abschluss im nahegelegenen Restaurant „Fofo“ des Hotel Riviera. Als wir gerade die Spaghetti mümmeln, füllt sich das Restaurant mit dutzenden deutsch sprechenden Damen (und ganz wenigen Herren).  Auf einmal erfüllt gänsehauterzeugender Chorgesang den Raum. Ständig werden es mehr Sängerinnen. Später erfahren wir von einer weggehenden (etwas berlinisch spröden) Dame, dass es sich um den Berliner Chor „La ChorDi“ handelt. Dann kommt die nette Chor- Chefin an unseren Tisch und erzählt uns, dass hier in der Woche vor Ostern jede Menge los ist und zum Beispiel morgen im Nachbarörtchen Tergu Picknick und Chorsingen stattfinden sollen. Und wir sind herzlich eingeladen. Hier eine Kostprobe auf Vimeo. Die engagierte Dirigentin mit dem lustigen Hut  war auch diejenige, die uns Auskunft über den Chor gegeben hatte.

Montag 21.März 2016  Gut, dann ändern wir den  Plan  und nehmen uns den Klettersteig erst morgen vor. Neugierig fahren wir das Sträßchen nach Tergu und überholen dutzende, meist junge, Wanderer oder Pilger, die alle das gleiche Ziel haben. Vor der Kirche ist eine Art Jahrmarkt aufgebaut. Nur von Chören ist weit und breit nichts zu sehen. Aus dem  Internet: Die Kirche von Tergu ist Ziel der Pilgerprozession von Lunissanti, die am Montag vor Ostern in Castelsardo startet. Also wird der Plan zurück geändert und wir fahren doch nach Alghero.

140-kircheEine gute Stunde später sind wir in der Region und folgen dem Schild zum Capo Caccia. Hier lockt ein Klettersteig über  dem Meer MIT zugehörigem  Geocache. Es ist gegen 14 Uhr und es spricht nicht gegen die Absolvierung des kleinen Abenteuers. Der Parkpatz auf dem Weg zur Grotta di Nettuno ist schnell gefunden, da ein kleiner Wegweiser irgendwas mit “ Arrampicare“ enthält, was bekanntermaßen „klettern“ heißt 😉 Die Beschreibung für den Cache ist genau und führt uns zu einer kleinen Höhle nach 10 min Aufstieg. Rechtshaltend soll der Einstieg zum Klettersteig sein. Habe ich schon erwähnt, dass der Tiefblick auf das blaue Meer atemberaubend ist? Nach 50 m stoßen wir auf ein Stahlseil, das nach oben führt. 10 m hoch und wir stehen am neuen Einstieg in den Klettersteig. Also wieder runter und weiter Richtung Süden. Von einigen Stellen abgesehen, wo man sich mit einer Hand festhält, eher ein Wanderweg. Doch dann: eine Richtung Meer kiesig- rollige abschüssige Wegstrecke ohne Sicherung! „Da gehen wir nicht lang“ entfährt es uns zeitgleich.

150-via-ferrata-1Also zurück und versuchen, die Runde anders herum zu machen, um wenigstens den Cache zu loggen.  Nach ein paar Minuten Aufstieg erkennt man den Ausstieg des Klettersteigs. Ui! Ein ganz anderes Kaliber! Am dünnen Schlappseil mit 100 m Luft unter dem Hintern. Nach einer halben Stunde geben wir auf. Mit hängendem Kopf zum Auto gehend kommt schon der Plan: morgen mit Sicherung über die abschüssige Stelle.

150-via-ferrata-2-rueckzugSomit wieder gut gelaunt machen wir uns auf die Suche nach ’nem Nachtquartier. Alghero müsste eigentlich was bieten, aber wir erleben eine volle Stadt (40.000 Einwohner) ohne Parkmöglichkeiten und ergreifen die Flucht. Auf dem Herweg war doch am Straßenrand ein Schild mit Agriturismo zu sehen gewesen. Wo denn nur? Ach, da ist er: „Agriturismao Isidoro„, aber das Tor ist zu.  Wir drücken ergebnislos an der Klingel, als ein einheimischer Typ auf nem  Radlader angefahren kommt und das Tor einfach aufmacht. Nun stehen wir vor dem verschlossenen Haus. Uns schon kommt ein alter Ford Ka um die Ecke und der Chef zeigt uns eines von den 3 Zimmern. Winzig, aber ruhig, wenn keine weiteren Gäste anwesend sind, Klimaanlagenheizung, warme Dusche. Für 50.-mit Frühstück o.k.155--IsidoroDienstag 22.März 2016  Das typisch sardische Frühstück (guter Kaffee, Kekse, Marmelade) wird in etwas gedrückter Stimmung genossen. Er begrüßte uns mit den Worten „Today is a bad day“, weil soeben die verheerenden Anschläge in Brüssel stattgefunden hatte. Dann verabschieden wir uns von Claudio. 156--Isidoro-ClaudioEs geht  wieder die 10 km zum Klettersteigparkplatz. Jetzt geht alles wie geschmiert. Über die abschüssige Stelle wird gesichert. Wie sich rausstellt: unnötig. Ich muss noch mal zurück, um die vergessene Sicherungsschlinge zu bergen. Es bleibt ein Wanderweg mit Festhalteseilen. Die errechneten Koordinaten für den Cache liegen 500 m draußen im Meer. Muss wohl ein Fehler unterlaufen sein. Es bleibt die Hoffnung, dass ein Vorlogg stimmt: in der einzigen richtigen Höhle liegt der Cache. Und tatsächlich: vieles sah wie eine Höhle aus und wurde untersucht, aber im tiefsten Exemplar fanden wir die Box. Freude.

160-via-ferrata-3-GCBis hierhin war es ein anspruchsvoller Wanderweg, was sich schlagartig ändern sollte. 40 m senkrechte Wand mit guten Steighilfen hoch über dem Meer. Wir waren gut drauf und hatten viel Freude an der Hangelei.

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180-via-ferrata-5Nach knapp 2 Stunden war das Abenteuer zu Ende und der Rückmarsch zum Parkplatz begann. Schon von weitem war zu sehen: da stimmt was nicht! Was wedelt da Blaues am Wagen herum? Die Schritte werden schneller, die Spannung steigt. Die Isomatte klemmt in der Tür und verdeckt  die eingeschlagene kleine Teilscheibe der Hintertür. Was nun? Bei einem Leihwagen muss ja zwingend die Polizei verständigt werden; und das bei unserem Rudimentär- Italienisch. Die rettende Idee: Claudio, der Vermieter, der sprach doch gut englisch. 20 Minuten später ist er da, telefoniert mit der Polizei und bringt uns dann zur Wache nach Fertilia. Hier managed er das Ausstellen des Polizeireports, den wir für Versicherung und Vermieter benötigen, und dann dürfen wir sogar ein Foto vom Carabiniere machen. Aber nur für den Privatgebrauch, Das mussten wir versprechen und ihr könnt das Foto nur bei uns ansehen. Zu guter letzt bereitet er den Autovermieter (der ja auch kaum englisch kann) darauf vor, dass wir heute noch in Olbia vorbei kommen. Danke, Danke Claudio. Von zu Hause senden wir ihm eine deutsche Weinprobe mit dhl zu.190-via-ferrata-7-UeberrascÜbrigens wurde das Wetter auf der Fahrt Richtung Osten, nach Olbia, dem Ereignis entsprechend, immer trüber und kälter.  Hier wurden wir ja schon erwartet und bekamen einen nagelneuen Ford Focus Kombi mit 7 km auf dem Kilometerzähler. In der Abenddämmerung, vom Navi sicher geführt (das vom Vermieter extra für uns auf deutsch gestellt wurde), kommen wir in Cala Gonone an und treffen Henni, Berndte und Valentin. Nach dem Abendessen (mit teurer und leider enttäuschender Fischplatte) lassen wir es uns nicht nehmen, in der Dunkelheit noch einen Cache zu loggen. Danach geht es über 7 Berge und 100 Kurven zum Ferienhaus. Gut, dass wir uns im Ort getroffen haben; das hätten wir nie gefunden.210-Cache-in-Cala-GononeMittwoch 23.März 2016 Ein gemütliches Frühstück lässt froh gelaunt in den Tag starten. Als Erstes sehen wir uns die herb- schöne Umgebung des Ferienhäuschens an.

220-morgens-am-Meer

222-morgens-am-MeerWas wollten wir noch hier tun? Ach ja: klettern. Nun, es war um die 10- 12 °C kühl, wolkig und ungemütlich, aber was sein muss, muss sein. Unweit von Cala Gonone liegt der Sektor Placce di Serendippo (Budinetto). Nach Kletterführer „Eine außergewöhnliche Wand in Form eines Amphitheaters und mit kompaktem Fels voller Tropflöcher“. Es sind noch 2 andere, ältere und unerschrockene Pärchen hier zu Gange. Wir starten mit der kleinen 2- Seillängen- Tour „Lolla“ 5b/5c und lassen noch 3 oder 4 weitere 5er folgen.228-Lolla

230-klettern-abseinleDann macht Valentin noch „seinen“ Weg und wir haben genug für heute.

240-klettern-ValZum Abschluss hier noch eines von Beates Panoramen mit Blick vom Felsen auf Cala Gonone:

234--klettern-panoramaAuf dem Rückweg entdecken wir einen Stall mit einem einzelnen rosa Hausschwein, das hier beengt, aber wenigstens in guter Luft sein Dasein fristet. Als wir es gerade mit etwas frischem Grün erfreuen, grunzt es und ein halbwilder Verwandter kommt zu Besuch und macht sich über die Brennnesseln her.

245-2-schweinchenWir beschließen, im Häuschen was zu kochen und es gibt Spaghetti mit selbst gemachter Tomatensoße und Bier und Wein.246-AbendessenDonnerstag 24.März 2016 Ein neuer und wieder kühler und trüber Tag. Wir wollen dennoch klettern und wählen den Sektor Margheddie. Zitat aus dem KF:  „Margheddie ist eines der abgelegendsten und noch unberührt gebliebenen Gebiete von Cala Gonone. Die Wand besteht aus verschiedenen Platten aus wunderschönem grauen Kalk.“ Der Zufahrtsweg ist mittlerweile gesperrt, aber mit der gehandicapten Hennie nehmen wir uns das Privileg, die 2 km hochzufahren. Hier wünscht man sich keinen Gegenverkehr. Als wir glauben, die Platten ausfindig gemacht zu haben, wird in mühsamer Arbeit der Wagen gewendet und die 4 Kletterer marschieren los. Eigentlich muss man froh sein, dass es so kühl ist, denn  der Weg ist steinig und anstrengend.285-Aufstieg-MargheddieWir landen nach 15  Minuten Anstieg im Sektor „Nomadie“ und fangen einfach links an. Im Führer steht keine Bewertung, aber es war etwa 5b. Dann lassen wir noch die beiden deneben liegenden 5b folgen und treten den Rückweg an. Die  Wand liegt nun im Schatten und es wird unangenehm kühl, um nicht zu sagen: kalt.286-Beate-MargheddieDann treffen wir uns wieder bei Henni am Auto und da der Tag noch jung ist, spricht zu Ville-Valles Freude nichts gegen einen Geocache. Den findet er dann an einem stillgelegten Tunnel, der in der Vor- Autozeit der Weg von Dorgali nach Cala Gonone war.287-GC-2Nun lohnt es sich  nicht mehr für uns umzuziehen und wir nehmen gerne die Einladung an, noch eine Nacht im Ferienhaus von Henni und Berndte zu bleiben. Wir revanchieren uns mit einem italienischen Abendessen mit verschiedenen Ravioli und wieder selbst gemachten Soßen, z.B. Tonno oder a la Vongole mit kleinen Muscheln aus dem Glas.

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Auch an diesem Abend dürfen zu Valentins Begeisterung ein paar Runden Uno nicht fehlen:288-UNOFreitag 26.März 2016 Einfach unglaublich! Sonne zum Frühstück! Da will uns jemand den Abschied schwer machen, denn heute abend müssen wir noch nach Olbia um morgen um 8 Uhr in den Flieger nach Berlin zu steigen. Und es gibt noch so viel zu sehen.299-Sonnenfruehstueck

300-SonneWir wollen als erstes die Grotta di Biddiriscottai erwandern. Dort kann man auch klettern, aber heute ist nun mal keine Zeit mehr. Den Anfang des 30 minütigen Weges am Wasser entlang kann Henni noch mitmachen.

310-zur-GrotteDie folgende Hüpferei von Stein zu Stein ist nichts mehr für ihr schifahrgeschädigtes Knie.

320-Grotta-Biddiriscottai-1In der Grotte klettert ein deutsches Pärchen ein wenig herum und davor übt die italienische Jugend das Nichtstun.325-Grotta-Biddiriscottai-1

Wir wählen den Mittelweg und suchen den hier verborgenen Cache.  Der Finder heißt natürlich: Ville-Valle.

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332-val-jumpAls letzte gemeinsame Tat wollen wir noch den Tuttavista besuchen. Hinter Galtelli ragt dieser 806 m hohe Kalksteinklotz auf, der dank des Rundum- Panoramablickes seinem Namen alle Ehre macht. Auf der Hälfte der Auffahrt führt ein kleiner Fußweg zum Felstor Petra Istampada (Höhe laut Reiseführer 30 m). 350-Tuttavista-FensterAuf dem Gipfel steht ein 10 m hohes Cruzifix zu dessen Füßen natürlich ein kleiner Cache auf Entdecker wartet.

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So, wir trennen uns und fahren über Orosei gen Olbia. Am Fuße des Tuttavista kan man in die Abgründe eines Steinbruches blicken:365-SteinbruchUnterwegs wurde dann noch der letzte Cache eingesammelt und wir näherten uns Olbia. Wo übernachten? Zum Spaß sage ich, wir halten mal an der Tankstelle, vielleicht gibt es WiFi. Und es gab! Wie überall auf der Insel übrigens. Ohne Anmelden. Ob das jemals in Deutschland geschafft wird? Über die booking- App werden einige B&B ausfindig gemacht aber nicht gebucht und gleich das erste passte schon. Eine Empfehlung, falls mal eine Übernachtung in Olbia nötig wird.370-BB-OlbiaSamstag 27.März 2016 Aufstehen, keinen Kaffee trinken weil Maschine kaputt (gestern ging sie noch), 10 min zum Flughafen, Auto parken, Schlüssel in den Kasten werfen (früh um 7 am Ostersamstag ist hier noch niemand) und nach Hause fliegen:400-BerlinDas war die Neu- bzw. Wiederentdeckung von Sardinien. Ein hübsches Fleckchen mit freundlichen Leuten (außer denen vom Parkplatz, aber die waren bestimmt nicht von dieser Insel), abwechslungsreicher Landschaft, vielfältigen Klettermöglichkeiten und fairen Preisen. Und das nicht mal 2 Flugstunden entfernt. Gerne wieder, allerdings 3 bis 4 Wochen später im Jahr.

Und: Nach dem Urlaub ist vor dem Urlaub!

Über Pfingsten folgt Neapel/ Vesuv/ Pompeji  🙂