„Ein Ritter, der den Weg nicht kennt, kommt niemals in den Orient.“

Dieses Zitat Ritter Runkels von den Digedags von 1968 und deren Abenteuer in Kappadokien hielten sich über 50 Jahre im Hinterkopf und nun sollte es endlich wahr werden: wir reisen nach Kappadokien!

Wir waren zwar gerade  eine Woche in Irland, aber nach dem Urlaub ist nun mal vor dem Urlaub. Da wir ja flexibel sein können, wurde zunächst nur der Hinflug nach Ankara gebucht. Bei Ryanair einschl. Gepäck und extra Beinfreiheit für unter hundert Euro p.P.  Es sollte nach einer Kappadokien- Kurzvisite gleich weiter nach Zypern gehen ( den türkischen Teil, was sich ja anbieten würde) und von dort wieder nach Hause. Eine Schnapsidee, die Gottseidank wieder begraben wurde.

Ein Auto musste auch her: bei Billiger- Mietwagen gab es einen Peugot- SUV für rund 50 Euro pro Tag. Dann wurde noch die erste Übernachtung in Ankara gebucht und los ging es. Und zwar erst einmal zu Inga, die uns am neuen BER ablud und später wieder einsammelte. In Ankara wartete schon ein vorab über booking geordertes Taxi auf uns und nach einer halben Stunde Fahrt in die Abenddämmerung waren wir im Herzen von Ankara. Nebenher konnten wir erahnen, was für eine Riesenstadt die Hauptstadt der Türkei ist. Erahnen, denn am nächsten Tag, mit eigenem Auto wurden erst die wahren Dimensionen geläufig.

Das Zimmer im fünften Stock des Best Western Plus Center war modern und sauber und ruhig. Also eine Empfehlung für unter 40 Euro mit Frühstück. Überhaupt kostete fast alles weniger als die Hälfte als kurz zuvor in Irland erlebt. Ein Ergebnis des dramatischen Lira- Verfalls, der gut für uns Touries, aber wohl eher kaum für die Türken selbst ist….

Im Hotelgebiet gab es Unmengen an Restaurants, Klubs, Imbissen etc. Nur waren die wenigen Restaurants, in denen es auch ein Bierchen gab, brechend voll und laut, während die glaubenstreue Konkurrenz wenig einladend mit Plastiktischen punkten wollte. Als sich gerade Ratlosigkeit breit machen wollte, ging die Sonne auf: aus einem Lokal klang Livemusik auf die Straße. Eingedenk des unvergesslichen Erlebnisses in Irland setzten wir unsere Füße also ins Sentez Kültür …… und kamen 4 Stunden später glücklich wieder heraus. Vielleicht waren es auch 5 Stunden. Seit dem weiß ich zum Beispiel, wie Raki ortstypisch getrunken wird.