Jetzt haben wir es also auch getan: Weihnachten im Süden und nicht zu Hause.

Die gleiche Idee hatten am 22.12.2021 wohl noch Tausende andere Menschen. Das Chaos im BER ließ auch uns nicht verschont. Wer nicht geimpft war, hatte große Chancen, hier an die Seuche zu kommen….

Erst ein paar Tage zuvor fiel die Entscheidung für die Kanaren. Eigentlich sollten es die Seychellen werden, aber man hätte wegen C. alle Unterkünfte vorher buchen müssen und dazu einen Mords- Papierkram. Dann eine anderes Mal.

Die Flüge wurden bei opodo gebucht. Zusammen 560 Euro für uns 2. Hinzu direkt mit Eurowings, zurück mit TAP und Umsteigen in Lissabon.

Das Auto sollte erst wie gewohnt bei billigermietwagen.de  reserviert werden, doch dann kam booking mit einer Offerte. Da die Preise auf der Insel überraschend hoch sind, machen 10 % schon was aus. Kompaktklasse mit voller Versicherung 130 Euro pro Tag. Mit Automatik fast 200 Euro. Verrückt. So wurden also die Schaltkünste reaktiviert und nach einigen Rucklern ging es wieder fast wie früher. Das war er, unser Hyundai I 30:

Am frühen Abend erreichten wir nach 30 Minuten Fahrt die Gegend unseres Appartments bei Los Gigantes. Ein Schild wies auf Playa Irgendwas und schon hatten wir Brandung pur. Am schwarzen Strand aalten sich Menschen, die aber nicht ins Wasser durften. Eine Absperrung schützte sie vor dem brausenden Meer. War bestimmt auch gut so.

So kamen wir dann wir im Dunkeln in der Calle el Pino an und enterten die „Fabulosas Vistas al mar y a los acantilados.Apt 509“. Vorher wurden für 4 Übernachtungen samt Endreinigung rund 580 Euro überwiesen.

Zur Rechten türmen sich die 350 Meter hohen Steilwände auf und übers Meer sieht man Richtung Westen auf La Gomera und, etwas weiter weg, auf La Palma.

In den folgenden 4 Tagen wurde die Gegend erkundet. Vorher gab es immer ein selbst gemachtes Frühstück auf der Terrasse mit Meerblick. Die  Zutaten kamen von Lidl in 2 km Entfernung. Der einzigen Laden in der Gegend mit ausreichend Parkplätzen und Bio- Produkten. Vielleicht war er auch deshalb immer ziemlich voll mit Menschen, die sich in verschiedensten Sprachen verständigten. Bemerkenswert: vor Ort frisch gepresster Orangensaft ( 2.- für 0,5 Liter) und die kleinen länglichen Brötchen.

Dann ging es auf Erkundungs- und Wandertouren. Hier durch die Felsen unterhalb des Pico Teide. Auf den Gipfel selbst (3.715 m) haben wir verzichtet. Vom Start der Wanderung sind es rund 1.500 Höhenmeter, die auch wieder abgestiegen werden wollen….

Selbstredend wurde jeden Abend frischer Fisch genossen. Unser Lieblingsrestaurant war eindeutig das Jardin del Sol in Los Gigantes.

Die 4 Tage vergingen wie im Fluge. Die letzte Nacht waren wir dann in Los Hidalgos an der Nordostküste. Für 61.- mit Frühstück war die kleine Anlage Atlantis Park Resort schon okay. Hier ist wegen der höheren Niederschläge die Landschaft ganz anders als im Westen. Vielleicht kommen wir noch einmal hierher, um diese Ecke der Insel zu erforschen.

In dem Sinne: hasta luego